Während in der Messehalle die Mosticon stattfindet, ist im Schlosspark auch wieder der Wieselburger Adventmarkt geöffnet.
Im Schlosspark findest du einen typischen Adventmarkt – reihenweise Buden, die Essen und/oder Trinken anbieten. So wie wir’s gewohnt sind: die erwärmendste Form der spirituellen Entwicklung, die man in flüssiger Form konsumieren kann.
Der wirkliche Schatz aus meiner Sicht liegt aber in den Räumlichkeiten des Schlosses selbst: der jährliche Kunsthandwerksmarkt.
Dort findest du Gehäkeltes, Gestricktes oder Genähtes, Strickpuppen, Unerwartetes aus Holz (wie die Holztasche!), Zwirn-Schätze, feine Arbeiten mit Faden – und vieles, was du heute kaum noch irgendwo findest.
Ich weiß, dass ich ihn wieder besuchen werde.
Der Adventmarkt im Schlosspark, Schlosspark – 3250 Wieselburg, ist an allen vier Adventwochenenden sowie am 8. Dezember geöffnet – jeweils von 15:00 bis 20:00 Uhr.
Garne und Winterhände – warum Material so viel ausmacht
Während ich mich in meine Adventstimmung hineinhäkle, melden sich – wie so oft – meine Hände.
Ich arbeite gerade parallel mit zwei Garnarten für meine Hazbin-Hotel-Figuren: Chenille und Baumwolle. Und jedes Mal staune ich wieder, wie sehr Material die ganze Arbeit verändert.
Ich häkle unglaublich gerne mit Baumwolle.
Die Form ist klar, die Struktur baut sich präzise auf, jede Masche sitzt. Baumwolle ist konkret, ein fester Rund mit Grenze und Widerstand – man spürt, was man machen will, und das Ergebnis wirkt sauber und definiert.
Aber Cotton verzeiht nichts. Ich sehe jeden Fehler – und alle erfahrenen Häklerinnen und Häkler auch.
Chenillegarn dagegen ist das genaue Gegenteil: weich, fluffig, zum Knuddeln.
Es schont meine Hände, es gleitet, es wächst schneller – ein paar Maschen, und schon formt sich eine runde kleine Figur. Dafür braucht es mehr Füllwatte, ist teurer und schluckt Feinheiten. Aber das Gefühl beim Arbeiten ist dafür umso angenehmer.
Warum Minis mehr Können brauchen
Wenn ich dieselben Figuren nach derselben Anleitung häkle – nur mit anderer Wolle oder anderer Häkelnadelstärke – entstehen plötzlich völlig unterschiedliche Wesen.
Flauschigkeit, Form, Ausdruck, sogar die Funktion verändern sich.
Die größeren Stücke wirken oft spektakulär: weich, voluminös, sofort im Blick.
Aber die kleinen überzeugen durch die Feinheiten. Jede Masche zählt, jeder Übergang muss stimmen, und die Präzision, die Baumwolle verlangt, macht viele Mini-Arbeiten sogar anspruchsvoller als einen großen Chenille-Chonk-Polster.
Darum möchte ich dich, lieber Besucher, um etwas bitten:
Überseh die Minis nicht.
Sie sind nicht weniger, nur weil sie kleiner sind – manchmal steckt in ihnen sogar mehr Arbeit, mehr Genauigkeit und mehr Geduld.
Workshopbereich – Was ihr bei uns ausprobieren könnt
Für alle, die etwas mit den eigenen Händen schaffen wollen – für sich selbst oder als kleines, persönliches Weihnachtsgeschenk – gibt es dieses Jahr einen durchgehenden Workshopbereich bei uns am Artmacoro-Stand.
Wir haben zwei Stationen vorbereitet:
Buchbinden 2go
Ein Platz für kleine, sofort machbare Buchprojekte. Schnell, klar aufgebaut, ideal zum Einstieg.
Scrappy Crochet – the game
Für zukünftige Häklerinnen und Häkler. Denn Üben darf Spaß machen.
Hier geht es nicht um Perfektion, sondern ums Ausprobieren und spielerische Lernen.
Zusätzlich gibt es einen Workshopplan mit mehreren Formaten:
– verschiedene Arten des Buchbindens
– Grundlagen des Häkelns
– einfache Anleitungen zum Daheim-Fertighäkeln
– kleine, schnelle Projekte für zwischendurch
Den genauen Plan und die Anmeldebedingungen erfahrt ihr noch.
Wenn ihr vorher schon üben wollt (vorbereitet klappt jeder Workshop besser!), dann informiert euch bitte hier im Bastelbistro.
Es wird wieder ein Event vor der Con und eines nach der Con geben.
Anmeldung verpflichtend über bastelbistro@gmail.com
Bastelbistro – 1. Erinnerung für das Treffen am 30.11.
Am 30. November treffen wir uns im Bastelbistro zum offenen Vorbereitungsabend.
Gemütlich, kostenlos, unverbindlich – ideal, um die Workshops auszuprobieren oder Fragen mitzunehmen.



