Leipzig war für mich immer das Fenster zur Welt. Ich erinnere mich an unseren kleinen Schwarz-Weiß-Fernseher – viel Tiefe, aber schwache Antenne. Das eigentliche ‚Activity-Spiel‘ meiner Kindheit bestand daraus, die Antenne nach Anweisungen wie ‚ein bisschen nach links, nein rechts, geh mal einen Schritt zurück‘ zu verbiegen, um ein klares Bild zu bekommen. Leipzig stand damals für den Aufbruch, für das ‚glücklich belesen sein‘ jenseits von Schundblättern.
Dieses Mal bin ich mit dem großen Koffer und einer halbschläfrigen Busfahrt zwei Tage vor Messestart in Halle gelandet. Angekommen, ausgepackt und direkt rein in den Entdecker-Modus. Denn eines hat sich nicht geändert: Ich brauche immer einen Auftrag, um die Welt zu erkunden.



