Ich hab 14 geschätzt. Tatsächlich hat Wien über 1.700 Brücken (oft genannt: 1.716) – je nachdem, was man alles mitzählt.
Und weil die Donau die Stadt teilt – oder weil die Stadt am anderen Ufer einfach weitergewachsen ist (Transdanubien, wie’s von den anderen gern genannt wird) – sind Brücken hier nicht nur „praktisch“. Sie sind Faktor und Nadelöhr. Selbst die Radfahrer fliegen nicht einfach so rüber.
Früher gab es zwischen den Ufern am Donaukanal sogar eine Fähre bei der Friedensbrücke.
Ich fand das charmant. Gebraucht habe ich sie nie.
Und jetzt: diese Brücken in der Nacht. Viele werden farbig angestrahlt, und jede Farbe macht eine andere Stimmung. Mit den Glitzerlichtern der letzten Weihnacht und einer leeren Promenade wirkte das auf mich ein bisserl spooky – wie ein Rest vom Fest, der noch nicht weiß, dass es vorbei ist. Und dann ändert sich wieder alles: mit der Temperatur, mit den Menschenmengen, mit dem Sommer, wenn draußen gefeiert wird. Stimmungen ändern die Wahrnehmung, die die Stimmung ändert, die…










