Es ist gar nicht so einfach, diese Spinnengeschichte zu beenden.
Denn wĂ€hrend ich schreibe, verĂ€ndert sich etwas â bei mir und bei meinen GĂ€sten.

Ich erkenne: auch meine Liebe hat Grenzen.
Keine endgĂŒltigen, keine staubsaugerrelevanten,
aber doch Grenzen in Spinnwebenform.
Alte FĂ€den, die niemand mehr braucht, weichen â
hier bin ich entschlossen verhandlungsbereit.
Und dann sitze ich da, mit Kaffee und Geduld, und versuche die Minis zu zÀhlen.
(Kein ĂŒbliches Hobby, ich weiĂ â aber ich bin eben eine Glucke.)
Ăber Nacht sind zwei gröĂere Zitterspinnen aufgetaucht.
Alles bewegt sich â ein Tanz in Zeitlupe.
Die GröĂere im Giebel scheint die andere im Blick zu halten,
dreht sich mit, wĂ€hrend die Kleinere sich abseilt â
langsam, hinunter zum Fenster, weiter zum HĂ€uschen.
Meine Queen hat ihren Platz hinter dem Monitor verlassen.
Jetzt hĂ€ngt sie kopfĂŒber im Licht,
schwebend an der unsichtbaren Decke aus gesponnenen FĂ€den.
Die Minis gehen auf Distanz â nicht blöd, die Kleinen.
Wenn man nicht gerade in einem Marvel-Universum lebt,
ist Mut kein Ăberlebensfaktor.
Die Giebelspinne webt ihr Netz zwischen Kakteen und Glas weiter,
ihre Position scheint gesichert.
Die Wanderspinne verhandelt ihr Bleiben gerade mit meiner Queen,
die hat ihr Nest gestĂ€rkt und ĂŒberzeugt mit PrĂ€senz.

Ein vorĂŒbergehendes Gleichgewicht scheint sich eingestellt zu haben.
Ein weiteres Jahr geht langsam zu Ende.
Bald werde ich die Blumenzwiebeln setzen,
den Acker ĂŒbergeben,
die Balkonpflanzen auf den Winter vorbereiten â
und hoffen, dass ich heuer genug richtig gemacht habe,



