Alles ist eine Reise

Zwischen Antennen und Kindheitsträumen: Leipzig

Amigurumi auf dem Weg nach Leipzih

Leipzig war für mich immer das Fenster zur Welt. Ich erinnere mich an unseren kleinen Schwarz-Weiß-Fernseher – viel Tiefe, aber schwache Antenne. Das eigentliche ‚Activity-Spiel‘ meiner Kindheit bestand daraus, die Antenne nach Anweisungen wie ‚ein bisschen nach links, nein rechts,…

Die Urania – Ein Turm voller Welten

Ein Bild der Urania mit der Inschrift Kaiser Franz Josephs

Dafür, dass sich die Urania seit meiner Kindheit nicht bewegt hat und noch immer stoisch an der Mündung des Wienflusses in den Donaukanal steht, hat sie in Sachen Nutzung ganze Welten durchquert. Eigentlich ist die Urania eine von drei Sternwarten…

Raum für neue Fäden

Mein Arbeitsstisch in Morgenstimmung

„Im Trubel meiner Hände Knoten kommt mein Denken manchmal nicht dazu, den Fäden entlangzugehen. In zwei Wochen wartet die Leipziger Buchmesse, in drei die Modell-Hobby-Freizeit in Wieselburg. Es gibt noch viel vorzubereiten, Arbeiten fertigzustellen und Details zu tüfteln. Dabei merke…

Die Architektur der Ungleichheit

Wie soll das Morgen aussehen? Und wer bezahlt dafür? Die Kontrolle des Ursprungs Wenn eine Religion – unabhängig davon, welche – eine Zukunft aufbaut, geht es zumeist um die zu kontrollierenden Frauen. Für eine Frau ist die Welt, die von…

Graffiti und Wien: Die gezähmte Rebellion

Zwischen Stillstand und Strömung: Während die gelbe Ente mit stoischer Gelassenheit die Wand hütet, zieht das Leben am Donaukanal in Unschärfe vorbei – ein bunter Beleg für die gezähmte Rebellion am Lauf der Zeit.

Ich weiß gar nicht, wie es woanders ist – ob besser, schlechter oder überhaupt vergleichbar. Graffiti war die Rebellion meiner jungen Erwachsenenjahre, so in den 80ern und 90ern, als das alles aufkam. Plötzlich wurde alles besprüht. Die Gesellschaft spaltete sich…

Die Brücke der Ängste 

Immer, wenn ich mit Menschen rede, sehe ich die Unterschiede – aber ich sehe auch etwas, das sich spiegelt, etwas, das ich kenne. Und immer, wenn das Thema „die Anderen“ sind, spüre ich Angst. Nicht nur bei mir selbst. Immer,…

Bratislava – Zwischen den Schichten

Unterwegs mit meiner Ma. Unsere Reise führt uns in die Zwillingsstadt Wiens: nach Bratislava, dem alten Pressburg. Für meine Mutter ist es eine Rückkehr; sie war jahrelang für Opernbesuche immer wieder hier. Dazwischen lagen der Jakobsweg, Radtouren durch Deutschland und…

Der Moment vor dem Ich

Warum friere ich? Vielleicht ist das die erste echte Frage eines Tages, noch bevor irgendetwas in mir beginnt, sich zu formen. Bevor ein Ich auftaucht, das sich über Vorsätze ärgern oder über Katzen wundern könnte. Ich liege da, eingehüllt in…

Am Lauf der Zeit – Kaiserbad

Warum man bei Otto Wagner serviert, statt badet Ich weiß nicht, wie oft ich im Laufe meines Lebens an der Schleusenanlage und dem Wehrtum vorbeigefahren bin. Das erste Mal war, als ich mit dem Rad zur Uni fuhr – in…

ich.

Ich bin. Ich bin mit meinen 60 Jahren in einem Jetzt angekommen, das ein Stück frei ist.Ja, die ersten Wehwehchen zeigen sich – ständiges Anpassen, Verhandeln und Scheitern hinterlassen Spuren.Trotzdem bewegt sich alles erstaunlich gut. Und sonst?Meine Verpflichtungen und Verantwortungen…

Hi, hier ist Simo! 🧶

Noch 10 Tage bis zur Kokorokon… kennt ihr das, wenn die Zeit plötzlich ihr eigenes Tempo wählt? Manchmal steht sie still, und dann fängt sie unversehens an zu rasen. Bei mir schrumpft sie gerade wie Eis auf dem heißen Herd!…

Der Ringturm – Ein Anker mit Mut

Der Ringturm – Ein Anker mit Mut

Die leise Technik Auf seinem Dach befindet sich eine Wetterlichtsäule, die direkt mit der ZAMG verknüpft ist und mittels Farbcodierung die Wettertendenz visualisiert. In einer Zeit, in der wir alle nur noch auf digitale Medien schauen, um das Wetter zu…

In der Früh nach dem letzten Tag

Der ersten Morgen des neuen Jahres beginnt ohne Besonderheit.Es ist still in der Wohnung, die Heizung rauscht leise,und der Kaffee in meiner Tasse dampft ein wenig,als würde er sich selbst wärmen müssen.Nichts hat sich über Nacht verändert.Nur das Datum hat…

Und im Dazwischen, der Döblinger Steg.

am-lauf-der-zeit-doeblinger-steg-wissensschnipsel Es gibt Zonen in Wien, da ist man irgendwie dazwischen. Man ist weder noch. Weder in der Stadt mit ihrem permanenten Gewusel, noch außerhalb in der Stille – jener Stille, die ja auch nur ein Ruhepunkt zwischen den schönen…

„Ich war nicht draußen“

Es ist kalt in Wien. Kein Wunder, es ist Winter. Aber es ist sogar zu kalt, um mit dem Rad zu fahren: zu feucht, zu vereist, zu rutschig. Damit erreiche ich meine vertrauten Plätze am Donaukanal nicht – schon gar…

Ich war nicht draußen.

Es ist kalt in Wien. Winter halt. Aber gerade ist es auch zu kalt, um Rad zu fahren: zu feucht, zu vereist, zu rutschig. Und damit erreiche ich viele meiner vertrauten Plätze am Donaukanal nicht – schon gar nicht die,…

In der Früh nach dem letzten Tag

Die Kunst des Stichelns - Eine Reise auf gut Glück

Der ersten Morgen des neuen Jahres beginnt ohne Besonderheit.Es ist still in der Wohnung, die Heizung rauscht leise,und der Kaffee in meiner Tasse dampft ein wenig,als würde er sich selbst wärmen müssen.Nichts hat sich über Nacht verändert.Nur das Datum hat…

Ins beste Licht gesetzt

Weviel Brücken Wien hat?
Wie in Wien funktionelle Gebäude von behübscht bis verkunstet werden, und damit Teil einer lebendigen Stadt werden.

Eine Reise auf gut Glück

Die Kunst des Stichelns - Eine Reise auf gut Glück

Ich habe vor einiger Zeit zwei DIY-Filzpakete gekauft. Eigentlich nur, um zu üben.Ein Halloweenmotiv mit einem Mädchen und die typische japanische Welle – vom „großen bösen Chinesen“, wie ich so oft sage. Aber wir bleiben selten dort, wo wir uns…

Kreativworkshops mit Fotoaufnahmen

Datum: 17. JännerOrt: Wien, 22. Bezirk, gut erreichbar von Floridsdorfer Spitz oder Kagraner Platz (Straßenbahn 26 bzw. 27, jeweils nur ein paar Stationen). Der genaue Treffpunkt wird nach der Anmeldung bekanntgegeben.Zeiten:Vormittag: 11:00–13:00 UhrNachmittag: 14:00–17:00 Uhr Teilnehmer:innenzahl: ca. 5 Personen pro…

Am Lauf der Zeit

Ein Blick auf die Wehranlage am Lauf der Zeit

Der Donaukanal hat mich immer wieder begleitet: als Weg zur Uni oder zur Arbeit. Und auch jetzt wieder fahre ich zweimal in der Woche hin und zurück. Wenn ich entlangfahre, nehme ich nicht mehr nur den Moment wahr, ich vergleiche…

Langsamer Werden

Winterliches Titelbild: Vor blauem Schneefall-Hintergrund schwebt ein Kerzenteller mit drei brennenden Kerzen über einer dunklen Tannenwald-Silhouette. Unten rechts steht in gelber Schrift „Langsamer Werden“.

Manchmal verändern sich Dinge, ohne dass man sie plant.Seit August bestelle ich kein Essen mehr. Ich koche.Und manchmal trinke ich ein Glas Rotwein – nicht, um etwas zu vergessen,sondern weil es einfach schmeckt. Der Acker schläft jetzt.Ich freue mich darauf,…

Frohe Weihnachten

Ein gemütlicher Kerzenteller mit drei brennenden Kerzen auf einer Fensterbank, warmes Licht, daneben Tannenzweig und kleine Weihnachtsdeko.

Frohe Weihnachten.
Wurscht wo und wie du feierst: mit Glauben, ohne, mit Familie, allein oder irgendwo dazwischen.
Wenn heute irgendwas geht, dann vielleicht das: ein Danke, ein Gruß, eine kleine Tür-offen-halten-Geste.

🌿 Über das Fremde und das Lernen

🦋 @Mitwelt Wie kann man Spinnen nicht mögen?Vielleicht, weil sie anders sind. Weil sie uns an das erinnern,was wir lieber nicht sehen: das Zarte, das Unberechenbare, das Fremde. Wir fürchten das Andere so sehr – auch dort,wo die Furcht nicht…

Bratislava – einmal hin und retour

Man kann fast alles in drei Phasen teilen, wenn man will: Ankunft, Leben, Abschied.
Wie wir ankommen, entscheiden wir nicht wirklich. Der Abschied ist ein Schlusstrich aus vielen Entscheidungen, aber auch aus Glücks- und Pechmomenten. Dazwischen liegt das, was wir am ehesten gestalten können.

🕸️ Zwischen Fäden und Grenzen

Es ist gar nicht so einfach, diese Spinnengeschichte zu beenden.Denn während ich schreibe, verändert sich etwas – bei mir und bei meinen Gästen. Ich erkenne: auch meine Liebe hat Grenzen.Keine endgültigen, keine staubsaugerrelevanten,aber doch Grenzen in Spinnwebenform.Alte Fäden, die niemand…

Eine Frage in aller Stille.

Vielleicht verändern sich Gesellschaften nicht durch große Worte oder Entscheidungen von oben –sondern durch die Art, wie wir jeden Tag unseren Fokus ausrichten. Manchmal glaube ich, dass Reformen nicht deshalb ausbleiben,weil „die Falschen“ Entscheidungen treffen –sondern weil wir glauben, einzelne…